Als Gütersloh in Fahrt kam...
Mit Annett Rassfeld auf den Spuren der Gütersloher Verkehrsgeschichte
Bevor Gütersloh 1847 an die Cöln-Mindener Eisenbahn angeschlossen wurde, war das Pferd das schnellste Fortbewegungsmittel. Ein wichtiger Gewerbezweig im 19. Jahrhundert war deshalb das Fuhrgewerbe - das Gütersloher Stadtmaskottchen, der Fuhrmann, zeugt davon. Viele, aus heutiger sicht ungewöhnlich lange Strecken gingen die Menschen damals aber auch zu Fuß.
Annett Rassfeld verrät auf ihrem Rundgang zur Verkehrsgeschichte, warum sich in früheren Zeiten das Finanzamt in der Alten Heuwaage einquartierte, wo der Droschkenkutscher Gustav Hartmann ("Der eiserne Gustav") in Gütersloh Station machte und warum Bahnreisende hier 100 Stufen zu bewältigen hatten, bevor sie auf den Bahnsteig gelangten.
Vor allem zeigt sie, welche Auswirkungen der Eisenbahnanschluss für Gütersloh hatte - von der Forcierung der Industrialisierung durch die besseren Transportmöglichkeiten von Rohstoffen und Waren bis zum sich verändernden Stadtbild durch neue Baustoffe wie Schiefer und Stein. Wie die Stadt wohl heute aussehen würde, wäre die Bahnstrecke nicht durch Gütersloh, sondern - wie zunächst geplant - durch Rietberg gelegt worden ...?

Annett Rassfeld zeigt eine historische Ansicht des Bahn-Empfangsgebäudes - mit separaten Warteräumen für die 1. und 2. Klasse.
Foto: (c) Holger Kosbab, NW
Art der Führung:
Stadtrundgang
Stadtführerin:
Annett Rassfeld
Dauer des Rundgangs:
90 Minuten
Preise:
auf Anfrage
Termine:
auf Anfrage
Tickets:
Gütersloh Marketing,
Tel. 0 52 41 / 2 11 36-36,
oder vor Ort